OVAG und Sparkasse Grünberg pflanzen mit klimafairein weiter an Unternehmenswäldern für Klimaschutz

1600 neue Bäume zwischen Tannenköppel und Grube Otto

Einen strahlenden, frischen Herbstmorgen nutzten vor wenigen Tagen mehr als hundert Menschen, um im Team mit klimafairein, OVAG und Sparkasse Grünberg 1600 Bäume auf ein Grundstück zwischen Tannenköppel und Grube Otto zu pflanzen – die Idee dahinter ist klar: Nachhaltigkeit, Klimaschutz und ökologische Verantwortung bewegen mehr und mehr auch Unternehmen. Sowohl in die Firmenphilosophien als auch in die betrieblichen Abläufe fließen heute in der Regel Überlegungen zum Klimaschutz mit ein – und mehr als das: „Die Unternehmen möchten aktiv daran mitarbeiten, in unserer Region gemeinsam mit verschiedenen Akteuren etwas zu tun, für das Klima anzupacken – im wahrsten Sinne des Wortes“, freut sich Dr. Thorsten Reichel vom Vorstand des klimafaireins, der mit seiner Unterstützung den Unternehmen genau das ermöglicht. Im Austausch mit Kommunen und Forstämtern sucht der klimafairein Flächen und organisiert die Pflanztage – bis hin zu einem zünftigen Frühstück mit warmen Getränken. Auf diese Weise werden die Pflanzaktionen – zu denen man regelmäßig Menschen aus allen Lebensbereichen und auch allen Altersklassen im Wald antrifft – schöne, auch teambildende Ereignisse, an die jeder gerne zurückdenkt und die zur Wiederholung einladen.

Als Zeichen dafür, wie sehr sich die Idee der Klima-Unternehmenswälder bis in die Vorstandsetagen festgesetzt hat, packten auch an diesem Pflanztag wieder die Verantwortlichen mit an: Von der OVAG waren mit Joachim Arnold und Oswin Veith die Vorstandsvorsitzenden vor Ort, die Sparkasse Grünberg war mit der Vorstandsvorsitzenden Silvia Linker und Vorstandsmitglied Andreas Klunz nicht weniger prominent vertreten. Für Linker und Klunz und die Mitarbeitenden der Sparkasse war es bereits die zweite Pflanzaktion: Im Frühjahr dieses Jahres hatte die Bank 10 000 Euro an den klimafairein übergeben und im Brunnental die ersten 200 Bäume gepflanzt. An der jetzigen Aktion waren sie mit mehreren Hundert Bäumen und vielen Mitarbeitenden beteiligt. Silvia Linker: „Diese Investition in die Zukunft halten wir für sehr wichtig. Sie passt zur Selbstverpflichtung für eine Unterstützung des Pariser Schutzabkommens, für die sich alle deutschen Sparkassen ausgesprochen haben, und die sich auch in unserem Portfolio wiederfindet.“

Für eine Pflanzung von 5 000 Bäumen macht sich die OVAG stark. Diese Anzahl ist das Ergebnis einer Kundenumfrage: Jede Teilnahme belohnte der Energieversorger mit einem Baum für die Region. Die drei Landkreise im Versorgungsgebiet der OVAG sollen davon profitieren: Wetterau, Vogelsberg und Gießen. Letzterer kam nun als erster in den Genuss der Pflanzung. Joachim Arnold sagte dazu, dass es wichtig sei, Verantwortung für die Region zu übernehmen, und er dankte dem klimafairein, dass er dieses Ansinnen tatkräftig und kompetent unterstützt. „Wir sind bereits jetzt einer der größten Lieferanten von erneuerbarer Energie in Hessen und der größte in Oberhessen“, führte der Vorstandsvorsitzende aus, „und wir arbeiten seit langem bereits präventiv daran, dass durch die Stromversorgung kein weiteres CO2 in die Atmosphäre kommt. Neben der Vermeidung von CO2 können wir mit der Anpflanzung von Bäumen zusätzlich erreichen, dass bereits vorhandenes CO2 gebunden wird.“ Das Klimaschutz-Engagement seines Unternehmens verdeutlichte Arnold mit der Information, dass sein Unternehmen den ersten Windpark Deutschlands errichtet habe, inzwischen über ein eigenes Wasserkraftwerk und großflächige Photovoltaikanlagen sowie über Beteiligungen an regionalen Windkraftanlagen verfüge und zukünftig auch an einer Energieversorgung durch Wasserstoff arbeite.

Fachmännisch begleitet wurde die Pflanzaktion von Revierförster Hannes Wollmerstädt, der die Fläche ausgewählt und vorbereitet hat. Auch die passenden Bäume hat er ausgesucht und bestellt, sodass am Pflanztag alles bereit war. Vogelkirsche, Bergahorn und Esskastanie werden nun hier wachsen. Für den Förster zählt bei solchen Aktionen nicht nur der Klimaschutzaspekt, sondern auch die Tatsache, dass die beteiligten Menschen sich wieder mit dem Wald als Ort der Erholung, der Natur und auch der Bewirtschaftung auseinandersetzten. „Diese drei Aspekte werden viel zu oft entkoppelt voneinander betrachtet und konkurrieren manchmal sogar – eine Aktion wie diese schafft Wissen und Verständnis für alle Facetten des Waldes“, so der Experte, der bereits mehrere Aktionen des klimafaireins begleitet hat und auch selbst engagiert in Sachen Waldverstehen unterwegs ist. Wollmerstädt hob auch die Unterstützung durch die Stadt Grünberg lobend hervor.

Nach knapp vier Stunden war es vollbracht: Stolz schauten die Mitwirkenden, die übrigens von ausgebildeten „Baumschubsern“ (Ehrenamtliche, die das Baumpflanzen erklären, dabei helfen und das Ergebnis überwachen) des klimafaireins angeleitet wurden, auf die akkuraten Baumreihen.

Wir alle waren uns einig: Die Arbeit hat sich gelohnt!

Presseberichte zur Pflanzaktion

Oberhessische Zeitung, 22.11.2021

 

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